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CSU und die Atomkraft

CSU will Verlängerung Laufzeiten für Kernkraftwerke

Von Sascha-Ulf Habenicht, 22 Juli 2008.

In diesem Artikel wird direkter Bezug auf das Regierungsprogramm der CSU 2008 bis 2013, Punkt 7 Abschnitt C genommen. Es geht in diesem Abschnitt darum, Laufzeitenverlängerung für Kernkraftwerke zu begründen.
Unseren sicheren Kernkraftwerke ist ein reines stillistisches Mittel, sichere Kernkraftwerke sind ein Traum. Wenn ich lese, die derzeit über 60 Prozent zur bayerischen Stromerzeugung beitragen, erkenne ich eine sehr faule bisherige Regierung in Bayern die Hausaufgaben mit den regenerativen Energien in der letzten Legislaturperiode verschlafen hat.
Unsere Abhängigkeit von wenigen Öl- und Gaslieferländern verändern wir in Abhängigkeit von noch weniger Uranlieferländern. Bei einer Abbauverfügbarkeit Urans von noch 40 Jahren wird Uran immer knapper und aufwendiger zu fördern, damit teurer und unsicherer in der Lieferung. Die Abbaugebiete verändern sich in Mondlandschaften, in etlichen Fördergebieten wird das Personal verheizt.
Wir wollen die Kernkraftwerksbetreiber verpflichten, einen maßgeblichen Teil der Gewinne aus der Laufzeitverlängerung für energietechnische Forschung und Entwicklung, in den Ausbau erneuerbarer Energien, Effizienzsteigerung, neue Stromerzeugungstechnologien sowie Netz- und Speichertechnologien zu investieren. Hier könnte es der CSU nicht schaden, ein wenig die Bundespolitik wahr zu nehmen. Immerhin gibt es ein Gesetz schon, was dies macht (EEG).
Statt Milliardeninvestitionen durch vorzeitigen Ausstieg zu vernichten, soll Kernkraft so zur Brücke in eine erneuerbare Energiewirtschaft werden. Die Investitionen sind kaufmänisch schon abgeschrieben, der Wirkungsgrad eines Kernkraftwerkes ist mit 2/3 Verlust veraltet und gehört betriebswirtschaftlich still gelegt. Die Subventionen sind einzustellen, dazu gehört steuerfreies Uran, die Erhöhung der Versicherung von 0,1% auf marktwirtschaftlich übliche 100%. Die Kosten der Endlagerung muß der Erzeuger zahlen, nicht der Steuerzahler. Warum die CSU ein Oligopol verteidigt, weiß ich nicht. Oligopole sind nicht bekannt dafür, sinnvolle Investitionen zu tätigen, Preise niedrig zu halten u.s.w..

Diskutieren Sie über diesen Artikel auf www.Stadtpolitik.eu. Die Quelle zum Artikel ist das Regierungsprogramm der CSU 2008 bis 2013, welches Sie hier als PDF downloaden können. Der Artikel bezieht sich auf Punkt 7, Abschnitt C.