Mehr Solarenergie - höhere Stromrechnungen

Wie passt das zusammen?

Am 14.10.2010 meldet tageschau.de: "Die Umlage zur Förderung des Ökostroms, die alle Stromkunden zahlen müssen, wird im kommenden Jahr von zurzeit 2,047 Cent auf 3,530 Cent pro Kilowattstunde steigen. Das teilten die vier Betreiber der deutschen Stromleitungsnetze mit. Der Grund dafür ist die stark angestiegene Erzeugung von Strom aus Sonne, Wind und Biomasse. Vor allem bei der Solarenergie gab es in diesem Jahr einen regelrechten Boom, weil vor einer von der Regierung beschlossenen Kürzung der Förderung noch zahlreiche neue Anlage installiert wurden."

Am 20.10.2010 meldet tagesschau.de: "Erträge vervierfacht Strom fließt immer: Rekordgewinne durch Energie. Seit 2002 hätten die drei Unternehmen mehr als 100 Milliarden Euro Gewinn erzielt. In diesem Zeitraum hätten sich die Erträge vervierfacht. 2010 steuern die drei Konzerne der Studie zufolge auf ein neues Rekordergebnis zu. Allein im ersten Halbjahr 2010 hätten die Unternehmen 15 Milliarden Euro Gewinn erzielt."

Da kommt einem schon die Frage auf, wie passt das zusammen? Wer sich darüber ärgert, sollte die Website www.atomausstieg-selber-machen.de besuchen. Wechseln Sie jetzt zu einem umweltfreundlichen Ökostromanbieter!
Von Sascha-Ulf Habenicht, 21 Oktober 2010.


CSU und die Atomkraft

CSU will Verlängerung Laufzeiten für Kernkraftwerke

Hier wird direkter Bezug auf das Regierungsprogramm der CSU 2008 bis 2013, Punkt 7 Abschnitt C genommen. Es geht in diesem Abschnitt darum, Laufzeitenverlängerung für Kernkraftwerke zu begründen.
Unseren sicheren Kernkraftwerke ist ein reines stillistisches Mittel, sichere Kernkraftwerke sind ein Traum. Wenn ich lese, die derzeit über 60 Prozent zur bayerischen Stromerzeugung beitragen, erkenne ich eine sehr faule bisherige Regierung in Bayern die Hausaufgaben mit den regenerativen Energien in der letzten Legislaturperiode verschlafen hat.
Unsere Abhängigkeit von wenigen Öl- und Gaslieferländern verändern wir in Abhängigkeit von noch weniger Uranlieferländern. Bei einer Abbauverfügbarkeit Urans von noch 40 Jahren wird Uran immer knapper und aufwendiger zu fördern, damit teurer und unsicherer in der Lieferung. Die Abbaugebiete verändern sich in Mondlandschaften, in etlichen Fördergebieten wird das Personal verheizt.
Wir wollen die Kernkraftwerksbetreiber verpflichten, einen maßgeblichen Teil der Gewinne aus der Laufzeitverlängerung für energietechnische Forschung und Entwicklung, in den Ausbau erneuerbarer Energien, Effizienzsteigerung, neue Stromerzeugungstechnologien sowie Netz- und Speichertechnologien zu investieren. Hier könnte es der CSU nicht schaden, ein wenig die Bundespolitik wahr zu nehmen. Immerhin gibt es ein Gesetz schon, was dies macht (EEG).
Statt Milliardeninvestitionen durch vorzeitigen Ausstieg zu vernichten, soll Kernkraft so zur Brücke in eine erneuerbare Energiewirtschaft werden. Die Investitionen sind kaufmänisch schon abgeschrieben, der Wirkungsgrad eines Kernkraftwerkes ist mit 2/3 Verlust veraltet und gehört betriebswirtschaftlich still gelegt. Die Subventionen sind einzustellen, dazu gehört steuerfreies Uran, die Erhöhung der Versicherung von 0,1% auf marktwirtschaftlich übliche 100%. Die Kosten der Endlagerung muß der Erzeuger zahlen, nicht der Steuerzahler. Warum die CSU ein Oligopol verteidigt, weiß ich nicht. Oligopole sind nicht bekannt dafür, sinnvolle Investitionen zu tätigen, Preise niedrig zu halten u.s.w..
Von Sascha-Ulf Habenicht, 22 Juli 2008.